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Synopsis

Für Paul Girard, Promi-Bürgermeister von Delémont, ist keine Hürde zu hoch, um sich einen Sitz im Nationalrat zu ergattern. Zusammen mit seinem Freund und Uhrenfabrikant Liu, organisiert er deshalb das Halbfinale der Miss China Wahlen im Jura. Paul erhofft sich durch dieses originelle und medienwirksame Projekt, Publizität für seinen Wahlkampf zu erhalten, und Liu möchte den chinesischen Uhrenmarkt erobern. Doch mit dem Misstrauen der chinesischen Partner und sei­ner eigenen Frau hat Paul nicht gerechnet.

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Die Absicht der Autoren: Jacques Akchoti, Béatrice Guelpa und Claudio Tonetti

Die mediale Explosion hat unbestreitbar unsere Wahrnehmung des Politischen und der Welt verändert. In einem Ausmass, dass wir heutzutage manchmal nicht mehr genau wissen, ob die Fakten, welche uns die Zeitungen und das Fernsehen auftischen, wirklich der objektiven Wahrheit entsprechen oder nur Gerüchte sind. Die Auslegungen und die Meinungen über dasselbe Ereignis folgen sich, ohne dass man je sicher sein kann über den Wahrheitsgehalt dessen, was uns erzählt wird. Man fragt sich schliesslich, ob das Ereignis als solches überhaupt noch eine Wichtigkeit hat, da „dasjenige, was darüber gesagt wird“ zur „Wahrheit“ wird und die Gespräche am Mittagstisch oder im Wirtshaus nährt. Fiktion ist überall. Das Spektakel und seine Konsequenz, der Glamour, haben sich durchgesetzt und regieren die Welt. Dabei zu sein oder nicht wird zur Gretchenfrage, welche die Medien in ihrem Subtext vermitteln. Man muss sich beinahe die Frage seiner eigenen Identität stellen: Ist man planetarisch, global oder lokal? Welch ein Dilemma: Die Welt ist absurd! Anstatt es zu beklagen, weshalb nicht darüber lachen?

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Das ist die Wette, die wir eingegangen sind, als wir beschlossen WIN WIN umzusetzen. Das Projekt basiert auf einer „wahren Geschichte“! Aber über die wahren Ereignisse hinaus hat es uns fasziniert herauszufinden, welche Wahrheiten sie über unsere Welt beinhalten. Politik, Globalisierung, Glamour, Medien, Geld, Image, kulturelles Crossover: Alles ist da drin! Und die Geschichte, die wir uns ausgedacht haben, will die Besessenheit hinterfragen, mit welcher wir anders sein wollen als wir es im Alltag sind: Menschen, die von einem immer blaueren Himmel träumen, obwohl unser wahres Leben hier ist!

China erwacht. Wohin man auch geht, ist die Rede vom Drachen, der aus der Asche aufersteht. Die Wirtschaft stürzt sich darauf. Die Politik stellt sich Fragen. Und die Zuwachsraten in den verschiedenen Statistiken explodieren. Wir gehen unseren Ängsten und unserer Faszination gegenüber diesem sublimen Monster nicht auf den Grund… Aber jeder hat seine Augen auf den Kuchen gerichtet, von dem er sich ein Stückchen erhofft! Dann sind da auch die Chinesinnen mit ihren schlitzförmigen Augen, ihrem eklatanten Lächeln, ihrem Monsun-Parfüm und ihren feinen Seidenkleidern, welche uns an die Zeiten von Marco Polo erinnern und betörende Abenteuer erträumen lassen… Umso mehr, wenn es sich um Missen handelt, die Inkarnation lebendiger Schönheit!

Natürlich kann sich der Film nicht mit Tiefgang mit diesen abstrakten Themen befassen, die universitäre Thesen rechtfertigen würden. Nein. Es handelt sich nur um den Kontext, der die Komplexität unserer Welt aufzeigt. Wir nehmen die Oberflächlichkeit unseres Blickwinkels in Kauf und stehen dazu, dem uns umgebenden Chaos mit einem Lächeln zu begegnen.

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Die Absicht des Produzenten: Pierre-Alain Meier

Eine wahre Begebenheit Die Geschichte von WIN WIN ist von einer wahren Begebenheit inspiriert: Im Oktober 2006 kommen 26 junge Chinesinnen in die Schweiz, um das Halbfinal der Miss China-Wahlen zu bestreiten. Eingeladen wurden sie vom jurassischen Parlamentarier Pierre Kohler.

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Eine populäre Komödie

Es ging weder darum, einen „Dokumentarfilm“ herzustellen noch möglichst nahe bei den realen Ereignissen und Personen zu sein, sondern aus dieser etwas unglaublichen Geschichte eine Fiktion zu ziehen, welche vom heutigen Jura und von der heutigen Schweiz erzählt.

Wir haben uns immer eine populäre Komödie vorgestellt und zwar im nobelsten Sinn des Worts: Die Zuschauer über die Identität der Schweiz nachdenken zu lassen, dem Vergnügen jedoch einen grossen Raum zu lassen. Die Zuschauer sollen sich wiedererkennen in einem Film, der von ihnen handelt. WIN WIN möchte die weniger bekannte Schweiz zeigen, diejenige der sogenannten Randregionen, welche abseits liegen von den üblichen touristischen Routen. Es ist nicht die Rede davon, mit nationalistischen Gefühlen zu spielen, weder eine rückw.rtsorientierte Sicht auf die Schweiz zu glorifizieren, die in ihren Traditionen erstarrt ist. Im Gegenteil: Die Schweiz von Paul ist überraschend, spontan und hat keine Angst vor dem Erfolg. Paul ist auf seine Art und Weise ein „Rebell“, der seine Wette einlöst und eine Art populärer Held wird, der den Beweis erbringt, dass im Land des Konsens nicht unbedingt alle Köpfe, die herausragen, „abgeschnitten“ werden. Aufzeigen, dass die Schweiz als Land der „Stabilität und des Masses“ anders ist und dass derjenige, der sich nicht unbedingt an die Spielregeln hält, nicht unbedingt zum Scheitern verurteilt ist.

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Die Suche nach einer Finanzierung

WIN WIN kündigte sich als relativ teurer Film an, wegen der grossen Anzahl Dekors – über fünfzig – und Figuren – ebenfalls über fünfzig -, ein Dreh in China, zahlreiche Szenen mit Menschenmengen, die Präsenz während einem Monat der Darstellerinnen, für welche das Team für Kostüme und Maske mindestens vervierfacht werden musste, etc. Eine erste Schätzung belief sich auf 5 Millionen CHF.

Um zu sichern, dass WIN WIN ein Westschweizer Projekt blieb, musste auf französische Stars verzichtet werden und mit Blick auf halbwegs akzeptable Kosten ein teils schweizerisches, teils französisches, beziehungsweise belgisches Casting akzeptiert werden. Mit meinen engsten Mitarbeitern versuchten wir unablässig und während langen Monaten Lösungen zu finden, die uns zwangen, einige Misserfolge in Kauf zu nehmen und das Projekt immer wieder zu hinterfragen. An einem bestimmten Punkt fassten wir ins Auge, in Belgien zu drehen, diesen oder jenen bekannteren Schauspieler auszuwählen. Wir warteten monatelang auf die Entscheidungen der Fernsehsender, haben uns überlegt wie der Dreh vereinfacht werden könnte, indem wir das Drehbuch umschrieben, etc. Ich habe sogar mehrmals daran gedacht, aufzugeben, denn die Herausforderung grenzte manchmal ans Unmögliche… Aber das Unmögliche gehört bekanntlich nicht zur jurassischen Natur.

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Ein Dreh im Jura…

Die Jurassier zeigten sich sehr kooperativ und grosszügig. Um meine Partner überzeugen zu können, war es in der Tat wesentlich aufzuzeigen, dass WIN WN in der Region erwünscht war und unterstützt wurde. Alle Koproduzenten, Investoren, am Erfolg des Films Interessierte wussten, dass im Moment der Promotion und der Auswertung alles von hier aus starten würde. Wenn WIN WIN im Jura nicht überzeugte und hier nicht aufschien würde er nirgends existieren. Der Film musste zunächst das jurassische Publikum „berühren“, bevor er anderswo Erfolge feiern konnte.

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Schweizer – Deutsche Synchronfassung WIN WIN

Zusammen mit dem zuständigen SRF-Redaktor Michel Bodmer adaptierte der Schweizer-Dialogbuchautor Rudolf Ruch die zum Teil sehr schnelle und verschliffene französische Sprache auf Berndeutsch, da die Geschichte im benachbarten Jura spielt. Eine knifflige Ausgangslage, wird doch der Berner allgemein als eher langsam und bedächtig wahrgenommen. Mit Urs-Peter Wolters fand sich ein Schauspieler, der die Quirligkeit von Jean-Luc Couchard kongenial interpretierte, und auch die übrigen Figuren konnten rollengerecht besetzt werden. Um die Palette der Dialekte etwas zu erweitern, durften ‚glaubwürdige Ausserkantonale‘ wie etwa der Bundesrat oder der Direktor von Schweiz Tourismus auch ostschweizern oder zürchern. Damit der Mundart-Anteil möglichst gross ist, reden die Einheimischen mit Liu berndeutsch, nachdem Paul mit ihm Duzis gemacht hat. Bei der Auswahl der SynchronsprecherInnen galt es einerseits, die Stimmfarbe und den Charakter der Rolle zu treffen – andererseits aber auch die Synchron-Erfahrung zu berücksichtigen. Der ganze Cast stand mit Begeisterung im Studio und freute sich, wieder einmal einen Kinofilm integral synchronisieren zu können. Da in der Schweiz kaum chinesische SprecherInnen mit Synchronerfahrung in deutscher Sprache leben, wurden diese Rollen unter der Regie von Iris Artajo von Petersdorff bei der Berliner Synchron AG aufgenommen und daraufhin von Rudolf Ruch und Tonmeister Renzo D‘Alberto in der Mundartfassung integriert.

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Win Win CH-D Synchronisationscast

Paul Girard Urs-Peter Wolters

Liu Jun Yu Fang

Véronique Girard Barbara Fischer Kretz

René Solis Rudolf Ruch

Vincent Genoud Peter Hottinger

Ting Ting Siyuan He

Chang Weijian Liu

Pierre Theubet Ueli Jäggi

Christian Fleury René Bill

Brigadier Fischer Daniel Bill

Bundesrat Schmid Heiner Hitz

Jia Li Shi Yan

Fang Yan Wang

Chuang Mu Meylan Chao

Michel Christoph Betulius

Siroy Lingyuan Luo

Georges Spicher Rolf Sommer

Raymond Daniel Bill

Sekretärin von Chang Jie Zhao

Suzanne Wanda Wylowa

Tagesschau-Moderator Franz Fischlin

Journalistin Wanda Wylowa

Julie Anna Sojcic

Maurice Heiner Hitz

Pierre Kohler Hans Ruchti

Polizist Marcus Signer

Bundesweibel Rolf Sommer

Ensemble Berlin Lucia Xu, Zhongmin Wu,

Ensemble Zürich Anna Sojcic, Diana Spadarotto, Monique Ruch,

Raphael Ruch, Hans Ruchti

Synchronbuch & -regie Berlin Iris Artajo von Petersdorff

Synchronbuch & -regie Zürich Rudolf Ruch

Berliner Synchron AG

TonstudiosZ Zürich

Redaktion Michel Bodmer

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